Ihr Werk ist bei uns in guten Händen
 

Ein-Seitge Geschichten 

Oktober 1993 - August 1995

Erwin Bücken

Zu diesem Buch

Viel zu lange hat dieses Manuskript in der Schublade gelegen, immer wieder wurde es von mir herausgenommen und als Buchprojekt wieder verworfen. Es passte mir nie so richtig ins Konzept. Und doch erinnere ich mich sehr genau an eine Begegnung mit meinem Opa in den 2000er Jahren, der mir an einem Sonntagnachmittag mitteilte: „Alexander, du hast einen Buchverlag und ich habe eine Menge Manuskripte verfasst, die zum größten Teil nie veröffentlicht wurden; aber wenn du eines Tages mal ein Buch von mir herausbringen möchtest, dann nimm dieses Manuskript mit den „Einseitigen Geschichten“, denn sie sind die Essenz meines gesamten schriftstellerischen Schaffens in komprimierter Form.“

Nun ist der Zeitpunkt gekommen, an dem ich gerne die „Einseitigen Geschichten“ einem größeren Publikum zugänglich machen möchte. Vielleicht weil zum Einem die Zeit überreif geworden ist und zum anderen die Miniaturgeschichten hervorragend in unser heutiges Leben passen. Die „Einseitigen Geschichten“ versammeln sämtliche Charaktereigenschaften eines Menschen. Mein Opa war ein großer Verehrer des expressionistischen Schriftstellers und Arztes Gottfried Benn, mit dem er auch in Briefkontakt stand. Vielleicht kam daher die Liebe zu einer bildhaften, wortgewaltigen, poesiehaften Sprache, die oftmals von philosophischer Natur war: mal schwermütig, mal nachdenklich machend, von ernst bis heiter stimmend.

Meiner Meinung nach handelt es sich um Miniaturkunstwerke, die in der deutschsprachigen Literatur bis jetzt so nicht zu finden sind.
Für bessere Lesbarkeit wurden die „Einseitigen Geschichten“ auf zwei Seiten und drei Geschichten auch mal auf drei Seiten verteilt. Ich bin kein großer Fan von Fußnoten, aber um den Lesefluss nicht zu gefährden, habe ich einige Begriffe übersetzt. Der Leser möge mir diesen Eingriff verzeihen, aber die Geschichten sind nun mal alles andere als ‚einseitig‘.

Ihr Alexander Bücken


Erwin Bücken war der Sohn des deutschen Musikwissenschaftlers Ernst Bücken und einer flämischen Mutter. Nach ersten Kinderjahren in der Schweiz und in München wuchs er in Köln auf. Nach dem Besuch des Gymnasiums Köln-Nippes studierte Bücken an der Universität zu Köln Medizin. Das Studium wurde 1933 abgeschlossen. 1937 wurde er dort zum Dr. med. promoviert. Nach dem Studium übte er eine fünfjährige psychiatrische Tätigkeit in Bonn und Leipzig aus. 1938 kehrte er nach Köln zurück und vollzog einen Wechsel von der Psychiatrie zur Inneren Medizin. Als Oberarzt erlebte er die Zerstörung Kölns. Er wurde an die Westfront abkommandiert und verwundet. Danach ging er nach Overath. Er war von 1945 bis 1961 als Internist und Chefarzt im Krankenhaus „Maria Hilf“ in Marialinden tätig. Das Krankenhaus wurde 1961 wegen Mangel an Pflegepersonal geschlossen. Danach arbeitete er als Internist in einer eigenen Praxis und betreute u. a. benachteiligte Kinder und Jugendliche in der Einrichtung „Maria Schutz“ in Overath. Nachdem er sich aus dem Berufsleben zurückgezogen hatte, widmete er sich verstärkt seiner dichterischen und schriftstellerischen Tätigkeit.

Erwin Bücken veröffentlichte zahlreiche medizinische Arbeiten. Er veröffentlichte zudem Gedichte, die u. a. von Wilhelm Theopold in dessen Anthologie ‚Doktor und Poet dazu‘ (1986) gewürdigt wurden, und korrespondierte mit Albrecht Fabri.





Softcover

15,00 Euro

132 Seiten

ISBN 9783947438679




 
 
 
 
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